Foucault in Leipzig posthum

Todes- und Geburtsjubiläen sind immer willkommene Anlässe, um über Wirkmächtigkeit, Rezeptionslage und Relevanz von Denker_innen zu sprechen und diskutieren. Nun jährt sich am 25.06. der Todestag von Michel Foucault zum dreißigsten Mal und da lassen es sich begisterte Foucaultianer_innen nicht nehmen,  eine Soiree (zu dt. Abendgesellschaft) an der Universität Leipzig abzuhalten. Organisiert von Martin Saar (Uni Leipzig) und Frieder Vogelmann (Uni Bremen) trifft sich eine große Debattierrunde in der Albertina, um über Foucault (hinaus) zu sprechen. Los geht es am 25.06.  ab18:30 Uhr. Alles weitere hier!

Die Nacht der Philosophie in Berlin

Die Nacht der Philosophie!  

Berlin voller Philosophen, Gäste, Filme und Performance!

Vielleicht ist ja für den einen oder anderen was dabei?!

 

AG-Kolloquium in Kassel(fornia)

 

Vom 23. bis 24. Mai fand in nordhessischen Kassel ein Kolloquium der Arbeitsgruppe politische Theorie der DNGPS statt. Sechs AGler_Innen waren zusammengekommen, um ihre Arbeiten vorzustellen, sie zu diskutieren und neue Ideen zu generieren. Aber nicht nur das…

Das Wochenende begann regnerisch als wir uns am Freitagmittag am Campus der Uni Kassel trafen. Nach austesten örtlicher Mensen, begannen wir gegen 15 Uhr mit dem offiziellen Treffen. Eine neue Tagung soll organisiert werden, wozu die AG die Planung übernehmen will. Nach einer revolutionären Stunden voller Themenvorschläge, diskutierten wir über (digitale und analoge) Lesekreise und abschließend die Frage, wer sich zukünftig im Vorstand der Gruppe engagieren möchte. Nach kleiner Pause bei aufgeklartem Himmel, bereiten wir uns jeweils noch etwas auf unsere Vorträge vor. Habermas‘ Diskursethik sollte uns an jenem Abend als erster Vortrag die Frage stellen, wie dieser Wahrheit denkt – vor allem in Abgrenzung zu Chantal Mouffes antagonistischen Politikverständnisses. Wahrhaftig war aber auch der anschließende Besuch bei Ali und Rewe zur Vorbereitung des Abendprogrammes. So schauten wir uns bei Döner, Börek und Bier die Dokumentation „Examined Life“ an, wobei wir u.a. Cornell Wests, Michael Hardts und Slavoj Žižeks Urteilen alltäglichen Lebens lauschten.

Am Samstagmorgen und nach einer kürzeren Nacht im Kasseler AStA komplettierte unsere Frankfurterin die AG. Bei unserem Theoriefrühstück gingen wir Fragen der Gerechtigkeit nach, so der, wie Rawls‘ „Schleier des Nichtwissens“ auszulegen ist und Foucaults Vorstellung von Wissen jenem widerspricht. Mit dem anschließenden Vortrag stellten wir uns der aufkommenden Narrativanalyse, versuchten ihre Aussagekraft einzuschätzen und grenzten sie gegenüber Methoden wie Diskursanalyse oder objektiver Hermeneutik ab. In unserem letzten Vortrag kehrte Chantal Mouffe dann noch einmal zurück. Was kann die Stadtforschung aus ihr lernen, was aber gerade nicht?! Vor allem ihre Konzeptionalisierung von Institutionen trieb uns dabei länger um.

Nach interessanten Diskussionen trafen sich die AGler_innen zum Nachmittag mit andern Mitgliedern der DNGPS. Bei Kaffee und Brötchen entspannen wir in der Mittagssonne, bis wir gegen 14 Uhr zur offiziellen Mitgliederversammlung trafen. Der DNGPS-Vorstand stellte dort seinen Jahresbericht vor, und erläuterte die Änderung in der Satzung. Auch wurden drei neue Vorstandmitglieder gewählt sowie von unserem AG-Treffen berichtet. Am Ende klang das Treffen in ruhigem Beisammensitzen aus.

Nach zwei langen Tagen voller Theorie, Organisation und bestem Wetter, verließen die AGler_Innen das in Sonnenlicht getauchte Kasselfornia und kehrte in ihre Städte zurück – bis zum nächsten Treffen der AG!

Zum 125. Geburtstag von Ludwig Wittgenstein

Der österreichisch-britische Philosoph Ludwig Wittgenstein wäre am 26.04. 125 Jahre alt geworden. Aus Anlass dieses Jubiläums hat der Bayrische Rundfunk (BR) ein Hörspiel produziert. Dabei geht es v. a. um Wittgensteins wohl bekanntestes Werk „Tractatus logico-philosophicus„. Das Hörspiel lässt sich hier anhören. Und da man beim Zuhören nicht reden sollte, lässt sich der Beitrag mit Wittgenstein auch schließen: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen.“

Neuer Master ‚Diskursforschung‘ in Augsburg

Im schönen Augsburg gibt es seit dem letzten Wintersemester einen brandneuen Master mit dem Namen ‚Sozialwissenschaftliche Diskursforschung‘. Mittlerweile gibt es  für alle Studien-interessierten auch erste Informationen, die wir euch nicht vorenthalten wollen.

Nicht nur Freunde  der stetig wachsenden Theorie zu Diskursen, Wissen und Dispositiven sollten sich den Master genauer anschauen. Neben der theoretischen Ausbildung oder Vertiefung zur Frage was eigentlich Diskurse sind und welche Rolle sie für Politik und Gesellschaft spielen, dürfte Interessierte auch der forschungspratkische Schwerpunkt des Studiengangs reizen.

Wer im Bachelor mit Diskursforschung oder Diskursanalyse in Berührung gekommen ist und seine ersten Kenntnisse vertiefen will der sollte nicht zögern und gleich einen Blick riskieren.

Alle Infos findet ihr hier: Master Sozialwissenschaftliche Diskursforschung

Bewerbungen für dieses Wintersemester sind noch bis zum 30. Juni möglich.