Masterstudiengang ‚Theorie und Vergleich politischer Systeme im Wandel‘ an der Universität Duisburg-Essen

Flyer TuV

In Duisburg gibt es seit dem Wintersemester 2012/13 einen neuen politikwissenschaftlichen Master, der einen seiner Schwerpunkte auf politische Theorie legt. Der Masterstudiengang ‚Theorie und Vergleich politischer Systeme im Wandel‚ – auch liebevoll TuV genannt – bietet eine Auseinandersetzung mit politischer Theorie, vergleichender Politikwissenschaft mit einer intensiven Methodenausbildung und der Möglichkeit einer persönlichen Schwerpunktsetzung auf Area-Studies (Asien, Afrika, Europa), Policy-Forschung oder Wissenschaftstheorie.

Im Bereich der politischen Theorie fanden im bisherigen ersten Jahrgang Seminare zu den Themen ‚Theorien der Moderne – Paradigmen politischen Denkens‘, ‚Wissenschaftstheorie‘ und ‚Umkämpfte Begriffe – Diskurs und Macht‘ statt. Es wird dabei ein Fokus auf konstruktivistische Theorien gelegt, dabei jedoch auch auf andere Richtungen eingegangen, um Unterschiede herauszuarbeiten.

Für alle, die noch auf der Suche nach einem politikwissenschaftlichen Master sind: Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 15. Juli. Weitere Informationen sind auf der Homepage der Universität Duisburg-Essen zu finden. Da ich diesen Master studiere, stehe ich hier gerne für Rückfragen zur Verfügung!

Die Macht – Über eine Theorielücke im Marxismus

Spätestens seit der Immobilien- und Finanzkrise ist die marxistische Theorie einmal mehr aus ihrem intellektuellen Winterschlaf geweckt worden. Das Schweigen der etablierten Wirtschaftswissenschaften zu den systemischen Problemen des Kapitalismus hat die Auseinandersetzung mit der Marx’schen Kritik der Politischen Ökonomie, die genau hier ihre Stärke hat, zweifellos mitausgelöst. Doch macht diese Entwicklung auch die Auseinandersetzung mit den theoretischen Lücken des Marxismus notwendig. In diesem wichtigen Beitrag diskutiert Stefan das Fehlen von Überlegungen zur Macht innerhalb der marxistischen Theorie. Dazu verweist er auf einen Beitrag von Mohssen Massarrat und bringt einige Argumente für die grundlegende Rolle von Macht im Kapitalismus vor. Der Fehler der marxistischen Klassiker sei vor allem die Gleichsetzung von Macht und Herrschaft.

Die Macht – Über eine Theorielücke im Marxismus

von Stefan Dorl

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Der folgende Beitrag soll auf eine Lücke in der politischen Theorie des Marxismus aufmerksam machen, auf die der Politikwissenschaftler Mohssen Massarrat in einem Aufsatz in der letzten Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung eingegangen ist und die der Autor zu schließen versucht. Dieser Aufsatz Die Macht – Über eine Theorielücke im Marxismus weiterlesen

Lesekreis zu R. Geuss „Kritik der politischen Philosophie“

Was ist eigentlich noch politisch an einer politischen Philosophie nach John Rawls oder Jürgen Habermas? Haben sie und im Anschluss an sie viele TheoretikerInnen nicht vielmehr die Philosophie entpolitisiert? Mit dieser provokanten Frage beschäftigt sich die selbsterklärte „Streitschrift“ des Philosophen Raymond Geuss. Die „Kritik der politischen Philosophie“ (engl. 2008) wurde im englischsprachigen Raum schnell zum wichtigen Diskussionspunkt. 2011 erschien die deutsche Übersetzung in einer, wie Geuss selbst schreibt, überarbeiteten und differenzierteren Version. Wir wollen uns in vier Sitzungen mit dem Werk beschäftigen und nutzen den Blog, um  weitere Interessierte zum Mitlesen und Diskutieren einzuladen.

Geuss, Raymond (2011): Die Kritik der politischen Philosophie. Eine Streitschrift. Hamburg: Hamburger Edition, 146 Seiten.

Der Plan sieht wie folgt aus:

1. Sitzung am 15.02. zu „Vorwort“ und „Einleitung“ (S. 7-34) (durch Malte M.)

2. Sitzung am 25.02. zu „Teil 1: Realismus“ (S. 35-81) (durch Jasper F.)

3. Sitzung am 07.03. zu „Teil 2: Verfehlter Realismus“ (S. 82-128) (durch Gesche J.)

4. Sitzung am 17.03. zu „Schlussfolgerung“ (S. 129-137) und als Resümeesitzung (durch Clelia M.)