Offene Textrunde (II) – Bernhard Peters: Normative Theorien und soziale Empirie

Der Text entstand aus einer Vorlesungsreihe zum 30-jährigen Jubiläum des Habermas Werkes „Erkenntnis und Interesse“ und wurde an der Uni Oldenburg veranstaltet. Der zu diskutierende Text ist von Bernhard Peters, der von 1993 bis zu seinem Tod 2005 Professor für Politische Theorie an der Universität Bremen war und sich v. a. mit Öffentlichkeitsforschung und Gesellschaftstheorie im Anschluss an Jürgen Habermas beschäftigte. Peters knüpft in seinem Beitrag an eben diese „Theorietradition“ an und fragt nach dem Verhältnis von Normativität und Empirie für die Gesellschaftstheorie und die Alltagspraxis. Ich werde nachfolgend nicht genau den Text rekonstruieren, sondern will die Problemlage, die Peters aufwirft, näher betrachten. Darauf richten sich schließlich auch die Fragen am Ende meines Textes. Offene Textrunde (II) – Bernhard Peters: Normative Theorien und soziale Empirie weiterlesen

Empiricism versus Normativism?

Ein zeitgenössischer Philosoph hat einmal geschrieben, die Geschichte der Philosophie sei ein Geschichte von produktiven Missverständnissen. Hegel missverstand Kant, Marx missverstand Hegel, Foucault wiederum Nietzsche usw. Gibt es angesichts des Unterschieds zwischen amerikanischer und europäischer Politischer Theorie nicht ein ähnlich produktives Missverständnis in Bezug auf die Frage was ‚Politische Theorie‘ eigentlich ist? In seinem Beitrag spürt Simon dieser Uneinigkeit nach. Die Frage nach dem Unterschied führt letzendlich zu zentralen Momenten der Politischen Theorie selbst zurück, denn sie lässt sich nicht lösen von dem Problem ihrer Begründung, der Frage der Normativität und der Rolle von empirischen Daten.

Empiricism versus Normativism?
Reflections on the “American-European” Dichotomy in Political Theory

von Simon Beste

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